Harnsteinarten PDF Drucken

 

Die Einteilung der Harnsteine erfolgt nach diesem Schema:

Nach der chemischen Zusammensetzung

  • Calciumstein
  • Harnsäurestein
  • Struvitstein
  • Zystinstein
  • Xanthinstein

Nach der Lokalisation

  • Kelchstein
  • Nierenbeckenstein
  • Harnleiterstein
  • Parenchymstein
  • Papillenstein
  • Blasenstein

Nach der Röntgendichte

  • röntgenpositiver Harnstein
  • röntgennegativer Harnstein

Nach den Begleitumständen

  • steriler Stein
  • infektassoziierter Stein
  • DHA-Stein


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Allein die makroskopische Morphologie des Steins lässt keinen sicheren Rückschluß auf die Zusammensetzung zu. Daher bedient man sich physikalischer Analysemethoden, um per ermitteltem Infrarotspektrum den Stein zu charakterisieren (auch Mischformen).

  • Calciumoxalate (Whewellit und Weddellit, ca.70-75%)
  • Calciumphosphat (ca. 10-15%)
  • Struvit-Steine(ca. 5-10%)
  • Freie Harnsäure (etwa 10-15%)
  • Cystinsteine
  • Andere (Calciumcarbonat, Cholesterin, Medikamente)

 

Whewellit-Stein: Langsame Entstehung in schwach übersättigtem Harn. Jahresringartiger Aufbau.


Weddellit-Stein: Lockere, unregelmässige Struktur

Struvit-Stein: Direkte Assoziation mit Harnwegsinfekten. Bestandteile: Magnesium, Ammonium, Phosphat, bei physiologischen Bedingungen gut löslich. Erst bei Infektion mit Ureasebildnern (Proteus,Klebsiella, Pseudomonas) kommt es zum Anstieg der Ammoniumkonzentration und des pH-Werts.

Cystin-Stein: Ursache ist eine angeborene Zystinurie.

 

Das Deutsche Harnsteinzentrum verfügt über modernste diagnostische und analytische Verfahren zur Harnsteinanalyse mittels Infrarotspektroskopie.


Dias Analyse-Labor ist personell hoch qualifiziert besetzt und die befundenden Ärzte sind langjährig erfahrene Urologen mit einer hohen Spezialisierung bei der Analyse von Harnsteinen bei Menschen, aber auch bei Tieren.